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Die Hebammerei und warum sie mir so wichtig ist

Ja, ich bin absolut Pro Hebammen. Wer mich und mein Profil kennt, weiß das.

Oft sehe ich die Frage: “ Braucht man eine Hebamme?“ und seit ich öffentlich gemacht habe, dass ich für diese Geburt in ein Geburtshaus gehe, schreiben mich öfter einige diesbezüglich an. Da es für mich aber ein Herzensthema ist, gerne hier für alle, was Hebammen leisten (können), wenn man möchte.

Meine persönliche Hebammen-Geschichte hat im 3.Monat mit Marie begonnen.

Ich war das erste Mal schwanger und auch wenn ich eher aus der Naturheilkunde komme, fande (und finde ich noch) Ärzte in einigen Bereichen einfach wichtig.

Naturheilkunde schön und gut aber bei manchen Dingen brauche ich Fakten, Fakten, Fakten die man halt einfach beim Heilpraktiker nicht bekommt. Eine Schwangerschaft hat da für mich defnitv dazu gezählt, alleine von den ganzen Ultraschall-Untersuchungen her, eine Geburt im Krankenhaus war ebenso von vornerein klar.

Meine Hebamme habe ich mir gesucht, weil meine Frauenärztin das empfahl für das Wochenbett. Letztendlich angeschrieben habe ich sie aber nur, weil meine Frauenärztin verschiedene Blutproben verwechselt hatte und auch ihre Medikation, die sie mir vorschlug nicht zu Ihrer eigenen Diagnose passte.

Ich hätte eine starke Schilddrüsenüberfunktion sollte aber Medikamente für eine Unterfunktion nehmen… gut, sie ist etwas verballert, die gute FÄ. Aber da war mir das erste Mal unwohl und ich wollte ein zweite Meinung, den FA deswegen wechseln war mir aber zu umständlich, also eben die Hebamme. Ausgesucht habe ich sie mir im Internet über das Foto und die Vita. Nicht zu alt, nicht zu esotherisch, das war mir wichtig. Was soll ich sagen? Jackpot! Mit ihr habe ich wohl das große Los gezogen und sie ist mit Sicherheit der Hauptgrund für mein Vertrauen zu Hebammen, deswegen ist dieser Beitrag auch recht subjektiv, denn wer dieses Glück nicht hat, dem ist die Hebamme wohl auch zurecht nicht so wichtig. Es muss einfach passen, fertig.

Meine Hebi war da, wann immer ich sie braucht, nahm mich ernst, half mir  mit der Übelkeit, dem schlechten Bauchgefühl… nach Maries Diagnose, bei der Entscheidung und danach, als ich zwar Mama war, aber mein Baby nicht hatte.

Was habe ich über Ärzte gelernt? Fähig müssen sie sein, sonst kann ich darauf verzichten. So viele Ärzte haben sich Marie angeschaut und keiner war in der Lage wenigstens ihren enormen Herzfehler zu sehen? Bei der Geburt sind auch „nur“ Hebammen dabei, der Arzt hüpft im Notfall mal rein oder wenn es dann tatsächlich kommt, ansonsten sieht man nicht viel von ihm. Schichtwechsel, Überarbeitung, schlechte Bezahlung sind in Krankhäusern Alltag. Ob du eine Hebamme bekommst mit der du kannst ist Glückssache und als Erstgebärende wirst du einfach nicht ernst genommen, du hast schließlich keine Ahnung. So erging s mir trotz stiller Geburt und ich habe dies von unglaublich vielen Lebendgebärenden gehört.

Für mich war klar, das brauche ich so nicht nochmal. Ich möchte wissen wer bei der Geburt bei mir ist, ich möchte mich sicher fühlen, ich möchte ernst genommen werden . Ich möchte keinen Schichtwechsel, ich möchte keine Überraschungen.

Den Service den ich im Geburtshaus habe, den kann ich im Krankenhaus schlichtweg nicht erwarten. 2 Hebammen, die mich über die gesamte Schwangerschaft kennen lernen konnten mit all meinen Macken und Ängsten. Frauen die mich und meine Geschichte kennen und damit umgehen können. Ich muss nicht im Kreissaal der Diensthebamme im Schnellverfahren erzählen was vor und bei meiner ersten Geburt passiert ist.

2 Hebammen die zu mir kommen, wenn ich das Gefühl habe: „Es geht los!“ Die mich und meinen Mann mitnehmen und wieder nachhause bringen. Die zusammen in Jahren so unendlich viel Berufserfahrungen haben. Ich habe dort einen Platz zum Gebären, keine Überraschungen, keine Not, keine Angst.

Hebammen sind für mich ein unverzichtbares Gut in unserer Gesellschaft, die stillen Heldinnen, unterbezahlt und überarbeitet. Milchstau, Heultage, eine gute Hebamme ist da  an deiner Seite, hiflt dir, weiß was kommt, bevor du es überhaupt gemerkt hast.

Ja, ich bin absolut für Hebammen, stehe gerne für diese auf, denn stellt euch eine Welt ohne Hebammen vor. Kinder zu bekommen ohne Hebammen. Wir brauchen diese Frauen und ich bin dankbar für jede einzelne da draußen die den Kampf gegen das Gesundheitssystem nicht aufgibt. Danke!

Ein Kommentar zu „Die Hebammerei und warum sie mir so wichtig ist

  1. Ein toller und wichtiger Beitrag.
    Ich persönlich empfinde Hebammen auch als sehr wichtige , wenn nicht die wichtigste Stütze , während einer Geburt. Wie du schon sagtest ist es leider oft so , dass es Glückssache ist ob es passt oder nicht. Man muss ja von Glück sprechen das man überhaupt eine bekommt wenn man Schwanger ist.
    Ein Geburtshaus wäre bei mir aus medizinischen Gründen nicht möglich gewesen und hätte ich auch so nicht gewollt. Da gibt es dan n natürlich noch sie Möglichkeit einer Beleghebamme , die dann mit ins Krankenhaus kommt und einem während der gesamten Geburt zur Seite steht. Nur Geburtshaus oder Geburt im Krankenhaus mit wechselnden Hebammen im Schichtdienst sind nicht ausschiesslich die beiden Möglichkeiten 😉 Natürlich muss man dann auch ein Krankenhaus finden was mit der Beleghebamme zusammen arbeitet.

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