Folgewunder

Alles gesund?!

Vielleicht haben einige von euch schon mitbekommen, dass ich endlich – über ein Jahr nach Paulines stiller Geburt – wieder schwanger bin.

Das Jahr 2018 fing also sehr gut für uns an. Trotzdem hatte ich ziemlich schnell Angst. Zunächst davor, dass Baby wieder zu verlieren. Diese Angst hatte ich bei Pauline auch. Aber wie auch schon in der ersten Schwangerschaft legte sich diese Angst ungefähr in der 6. oder 7. SSW.

Danach kam eigentlich die viel schlimmere Angst: Was ist, wenn wieder irgendwas mit unserem Baby ist? Wenn es wieder krank ist? Was dann?

Ehrlich gesagt hatte ich ein gutes Gefühl. Die Ultraschalluntersuchungen waren immer sehr gut. Das Baby immer etwas größer als der Soll. Und mein Blutdruck, der in Paulines Schwangerschaft VOR dem Ultraschall immer bedenklich hoch war (und danach im Normbereich), war nun schon vorher bereits völlig normal. Ich war also nicht aufgeregt. Ich hatte Vertrauen, dass das Baby gesund ist.

Schon früh hatte ich den Termin fürs Ersttrimesterscreening gemacht. Und dann hieß es warten. Je dichter der Termin rückte, umso nervöser wurde ich. Umso ängstlicher wurde ich. An ein oder zwei Tagen musste ich weinen: „Ich will nicht, dass alles schon wieder vorbei ist!“

Ganz genau. Obwohl ich ein gutes Gefühl hatte, hatte ich unglaubliche Angst, dass mich dieses Gefühl täuscht. Ich hatte immer die Erinnerung der letzten Schwangerschaft im Kopf: Alles war gut bis zum Ersttrimesterscreening. Das war meine einzige Erfahrung damit. Ich hatte Angst, dass es wieder so endet und ich auch dieses Baby verlieren muss.

Wir hatten den Termin extra bei unserem „alten“ Pränataldiagnostiker gemacht. Der war nicht nur kompetent, sondern auch nett und einfühlsam gewesen. Dafür nahmen wir einen Anfahrtsweg von ca. 2 Stunden in Kauf.

Die Zugfahrt war angespannt. Die Wartezeit in der Praxis auch. Dann sah ich ihn aus seinem Sprechzimmer kommen und wusste, gleich geht’s los. Puls rast. Hände schwitzen. Darf ich bitte weglaufen?!

Dann lag ich wieder auf dieser Liege und schaute auf den großen Bildschirm. Und wisst ihr, er setzte den Schallkopf an, da lag unser Baby schön in Querlage und irgendwie hatte ich da die Ahnung, dass alles gut ist.

Und so kam es. Er schallte. Nackenfalte unauffällig. Herz toll. Gehirn so wie es soll… So ging es weiter. Alles unauffällig. Alles.

Und auch ich konnte ihn sehen, den Unterschied zu Pauline. Das Gehirn, das aussah, wie ein Gehirn aussehen sollte. Das Profil, das ein hübsches süßes Köpfchen zeigte. Traurig und gleichzeitig so schön…

Und das für mich emotionalste: Dieses Baby bewegte sich… Plötzlich wurde es wach, strampelte und machte Faxen. Drehte sich auf den Bauch… Ich war selig. Pauline hatte sich so gut wie nie bewegt. Und wenn, dann nur ganz leicht und kurz. Dieses Baby ist so ganz anders. Und dafür bin ich dankbar. Sehr dankbar.

Wie war euer Besuch beim Pränataldiagnostiker in der Schwangerschaft mit eurem Folgewunder?

Eure Julia

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